Ein Tag mit Natalie Pawlik

Die Kandidatin der SPD Wetterau für den Deutschen Bundestag, Natalie Pawlik, besuchte in der vergangenen Woche Echzell.
Bereits am Vormittag war sie Gast in der Bäckerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim. Bäckermeister Florian Paulssen, er ist gleichzeitig der Vorsitzende des SPD-Ortsbezirks Bingenheim, konnte Natalie um 10.00 Uhr in der Bäckerei begrüßen. Sie wurde von den Bewohnern herzlich empfangen und in die Arbeitsvorgänge der Bäckerei eingewiesen. Als eine sehr beeindruckende Erfahrung schilderte Natalie ihren Besuch in der Einrichtung.

Am Nachmittag trafen sich Bürgerinnen und Bürger mit Natalie Pawlik zu einer Führung zum Bingenheimer Ried. Unter der sehr sachkundigen Leitung von Udo Seum und Sven Schuchmann bekamen die Besucher einen hervorragenden Einblick in die Arbeit der Naturschutzverbände und die Bedeutung des Naturschutzes.

Nachdem man sich bei Herrn Laumann, dem Pächter des Bürgerhauses Bingenheim gestärkt hatte, kam man noch zu einem traditionellen Themenabend der SPD Echzell zusammen.
Der Vorsitzende Gerold Reuhl begrüßte die Gäste und übergab das Wort an Bürgermeister Wilfried Mogk. Er war u.a. der Meinung, dass es sehr gut investierte Zeit ist, sich die Direktkandidatin anzuhören und sie persönlich kennen zu lernen. So kann man sich ein viel besseres Bild zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl machen.
Natalie Pawlik erklärte, wie wichtig ihr der Wahlkreis ist, schließlich ist er ja auch ihre und unsere Heimat, die es zu vertreten gilt. Natürlich geht es Deutschland gut, so die Kandidatin, jedoch heißt das noch lange nicht, dass es auch allen Deutschen gut geht.
Aus ihrer Sicht gibt es eine sehr ungerechte Verteilung des Vermögens, einen Höchststand an Leiharbeit und viel zu viele Minijobs, um nur einige Beispiele der sozialen Ungerechtigkeit in unserem Lande zu nennen.
Die Befristung von Arbeitsverträgen führt für die Menschen zu Unsicherheit. Schließlich können Arbeitnehmer mit solchen Zeitverträgen nicht sicher für die Zukunft planen. Vor allem für junge Menschen, die sich eine Existenz aufbauen wollen, ist das ein sehr unbefriedigender Zustand.
Auch der fehlende und viel zu teure Wohnraum ist für die Menschen unsozial, so Natalie Pawlik. Hier muss dringend gehandelt werden. Ein positiver Ansatz ist der von Andrea Nahles eingeführte Mindestlohn. Allerdings muss auch dieser in seiner Höhe weiter ansteigen. Die Streichung vieler freiwilliger Leistungen und die damit einhergehende Unterfinanzierung der Kommunen wurde ebenfalls von der Kandidatin stark kritisiert.
Das Beispiel der Schließung des Hallenbades in Nidda zeigt die fatale Auswirkung dieser Fehlpolitik. Hierzu führte der ehemalige Lehrer an der Kurt-Moosdorf-Schule, Hans Hahn aus, dass damit das Bestreben der vergangenen Jahrzehnte, jedem Grundschüler das Schwimmen beizubringen, nicht mehr erreicht werden kann.
Bürgermeister Mogk wies darauf hin, dass Bildung und Erziehung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Also müssten die Kindergartengebühren für die Eltern frei sein, und auch die Kosten der Kommunen anteilig von Land und Bund übernommen werden. Hierzu fehlt ihm leider die Aussage der Politik.
Natalie Pawlik sprach noch über zahlreiche Themenfelder, die es dringend zu bearbeiten und zu verändern gilt. Das Schließen von Steuerschlupflöchern, eine Steuergerechtigkeit, die mangelhafte Pflegesituation und vieles andere mehr waren noch Diskussionsstoff an diesem Abend.

Die SPD Echzell wünschte Ihr viel Erfolg für die bevorstehende Wahl und bedankte sich für Ihren Besuch.

Antwort hinterlassen